Trans Tirol Bike Rallye 2012
von Alexander Iannelli
Anreise
Peter und ich nahmen an der Trans Tirol Bike Rallye, vom 01.07 - 07.07.12, teil. Die Trans Tirol Bike Rallye ist eine ausgeschilderte Alpenüberquerung über 5 Tagesetappen bei der man in einem bestimmten Zeitfenster die einzelnen Etappen durchfahren muss.

So kann jeder Teilnehmer sein eigenes Tempo bestimmen, es gibt keinen Sieger oder Gewinner. Die Start- und Zielverpflegung, Unterkunft in 3-4 Sterne Hotels und ein Gepäcktransport zu den Etappenorten wurde über den Veranstalter organisiert. Die einzelnen Etappen waren mit Richtungspfeilen ausgeschildert. Zusätzlich wurden die GPS – Daten der TPfeilrans Tirol ausgegeben. Am 01.07. ging es dann los mit dem Auto und den Bikes im Kofferraum, nach Maurach am Achensee. Dort trafen wir am Nachmittag auf weitere 80 Biker, mit denen wir am nächsten Tag die Etappen unter die Stollen nahmen. Nach einer Einweisung am Abend ging es ins Hotel zum Abendessen, dann nochmals Bikes checken und schlafen.
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1. Etappe: Maurach – Lanersbach
Um 8:30 Uhr sind wir zum Startpunkt, ein großer Parkplatz in Maurach direkt am Achensee, gerollt. Zu unserer Überraschung war ein großer Startbogen aufgebaut
und an mehreren Tischen wurden Getränke in Form von 0,5 l Flaschen und Verpflegung in verschiedenster Art, wie belegte Brötchen, Riegel, Obst usw. kostenlos an die Teilnehmer verteilt. Also haben wir erst mal den Rucksack gefüllt, dann ein Startfoto geschossen und ab ging es auf die erste Etappe.


Zuerst ohne nennenswerte Steigung am Achensee entlang bis wir in einen schönen Waldtrail abbogen, der uns bergab ins Inntal schleuste. Von dort fuhren wir links und rechts der Inn entlang bis Schwaz.


Von Schwaz führte der Weg Bergauf nach Weeberg. In Weeberg gab es dann für Peter und mich das erste 1000 hm Weckle. Das „1000 hm Weckle“ haben wir auch auf den folgenden 4 Tagesetappen so beibehalten. Von Weeberg folgte jetzt der Hauptaufstieg auf einem Karrenweg vorbei an der Weidner Alm, zum Geiseljoch auf 2292 Meter.
















Am Geiseljoch angekommen, haben wir erst mal die Aussicht genossen, Bilder gemacht und ab ging es auf einem schönen Trail bergab nach Lanersbach.























Um 16:00 Uhr sind wir in Lanersbach durch den Zielbogen gefahren und haben uns zurück gemeldet. Unser Hotel wurde uns zugeteilt, in dem schon unser Gepäck war. Vom Tourismus-verband wurden wir im Zielbereich mit Leckereien aus den Tuxer Bergen verwöhnt. Genial!
Daten: 65km 2100hm
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2. Etappe: Lanersbach - Vintl Südtirol
Heute steht die Königsetappe an, d.h. 2 Berge mit je einem Gesamtanstieg von 1000 hm am Stück.

Morgens gut gefrühstückt und am Startpunkt abgemeldet, Getränke, Obst und Weckle eingepackt, ab ging es. Auf der Straße bergab bis Finkenberg, von dort teilweise auf Trails hoch zum Schlegeisspeicher.



Die ersten 1000 hm am Stück sind geschafft und das 1000 hm Weckle schmeckt. Der von Anfang an uns begleitende Nebel löst sich langsam auf und wir sehen eine grandiose Landschaft vor uns, der Zamser Grund.

Durch den Zamser Grund fahren wir, mit tierischem Gegenverkehr, zum Pfitscherjoch das auf 2250 m liegt
Da wir auf dem Weg zum Joch einige Zeit durch Absteigen und Tragen verloren haben, müssen wir auf der folgenden Abfahrt Vollgas geben, wenn wir das Zeitlimit zum Befahren des 2. Anstiegs noch schaffen wollen.
Nach rasanter Abfahrt erreichen wir den Abzweig, 1 h bevor dieser geschlossen wird. Geschlossen wird der Abzweig aus folgendem Grund: Teilnehmer die den Abzweig nicht bis 14:30 Uhr erreichen haben keine Chance den 2. Anstieg noch bis zum Abend zu bewältigen. Für diese steht dann eine Alternativroute im Tal zur Verfügung.
Dieser 2. Anstieg an diesem Tage hat es in sich, auf den ersten 6 km beträgt die Steigung kontinuierlich 18 %.
               
Biss er auf ca. 2200 m in einen fast unfahrbaren Trail endet, so dass wir die letzten 300 hm nur noch schieben und tragen.













In einer phantastischen verlassenen Bergwelt erreichen wir glücklich das Pfundererjoch auf 2600 m

Es folgt eine zuerst schöne, dann immer schlechter werdende Abfahrt auf Trails.
An der Weitbergalm angekommen, auf 2000 m, fängt es kräftig an zu regnen und gewittern. Der Hüttenwirt empfiehlt uns weiterzufahren, was sich als gut erwiesen hat. Pitschnass aber glücklich diese Etappe gemeistert zu haben fahren wir in Vintl ein. Am Abend genießen wir den Wellnessbereich unseres Hotels.
Daten: 97 Km 2500 hm
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3. Etappe: Vintl – Corvara
Heute geht es erstmals ruhig los 16 km ohne große Steigung, genau richtig nach dem vorigen Tag. Bis wir abbiegen ins Gadertal, von wo wir aus nach St. Vigil fahren.



Irgendwie kommt heute das Hungergefühl früher und wir beschließen schon nach 700 hm unser Weckle zu essen. Was dann folgt ist ein Traum, wir fahren durch den Fanes Naturpark zur Pederühütte, die genau richtig kommt. Denn erschlagen von den Eindrücken dieser grandiosen Bergwelt haben wir vergessen, unsere Trinkflaschen zu füllen.













Wir stärken uns und nehmen den steilen Anstieg über die Faneshütte zum Limajoch (2200 m) auf uns.
Ab dem Limajoch führt ein atemberaubender Trail, der zu einem der schönsten in den Dolomiten gehört, nach St. Kassian.

Von dort geht es leicht bergauf zum Etappenziel in Corvara.
 
Daten: 82 km 2000hm
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Vom Campolongopass nach Arraba und das letzte Stück auf der Fahrstraße hoch zum Passo Pordoi, am Sella Massiv.












1000 hm Weckle und eine schöne jedoch gefährliche, durch den Regen aufgeweichte Abfahrt folgen nach Canazei. In Canazei scheint die Sonne und wir genießen die Sonnenstrahlen auf der Terrasse der Bar Central bei einem Cappuccino.

Auch heute kann zwischen 2 Streckenvarianten gewählt werden, schwer und leicht. Wir beschließen auch heute die schwere Tour zu fahren












Was zur Folge hat, dass wir wieder einen Aufstieg haben, bis zum Passo Lusia auf 2200m, mit durchschnittlichen 15 % Steigung auf 5 km.












Am Passo Lusia angekommen machen wir eine längere Pause im Rifugio und genießen den leckeren Apfelstrudel.












Gestärkt stürzen wir uns in einer rasanten Abfahrt auf einem Forstweg ins Tal. Kurz vor Cavalese fängt es heftig an zu regnen, so dass wir alle gleich nach der Zielankunft in unser Hotel verschwinden.
Daten: 83km 2150hm
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Es hat die ganze Nacht geregnet und es sieht nicht danach aus, dass es aufhören wird. In Regenklamotten fahren wir zum Startpunkt.












Die Guides, welche die Strecke markieren, geben Rückinfo, dass es unmöglich ist, die Strecke über den Passo Sadole und den Passo Cinque Croci zu fahren. Toni, der Streckenchef, gibt uns Teilnehmern die Anweisung, im Pulk zusammen mit den Guides eine Alternativroute zu fahren. Fast alle der 80 Teilnehmer fahren geschlossen im Regen hinter den Guides los, bis wir zum Abzweig Passo Mangehn kommen. Ab diesem Abzweig hat Toni die Strecke neu ausgeschildert. In strömenden Regen fahren wir 16 lange km den Berg hinauf zum Passo Manghen auf 2100m.
Am Pass angekommen hat es 7°C und kein Regen mehr. Was uns dazu bewegt unser Weckle zu essen, warme Kleidung anzuziehen und ins Tal abzufahren, wo es nur wärmer sein kann. Die Abfahrt war eiskalt, aber das Valsunga Tal empfängt uns mit warmen Temperaturen und Sonnenschein.












Auf einem schönen Radweg durch das Valsunga Tal fahren wir bis zum Ziel dem Lago di Levico, in der Nähe von Trento. Dort wurden wir von der Organisatorin herzlich empfangen.












Daten: 69km 1369hm
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und am Abend eine große Abschlussveranstaltung.
Am nächsten Tag wurden wir mit Bussen abgeholt, die Bikes in großen Anhängern verstaut und zurück nach Maurach am Achensee gefahren.

An den 5 Biketagen sind wir 10000 hm und 400 km gefahren.






Fazit: Das war bestimmt nicht unsere letzte Trans Tirol.

Danke dem ganzen Team der Trans Tirol für diese tolle Veranstaltung. Macht weiter so.
Gruß Alex

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