TAC 2008
Bericht zur 11. Jeantex Bike Transalp vom 19.bis 26.Juli 2008 
Dem härtesten Mountainbike Etappenrennen der Welt !

Endresultat: 350 super Bilder - 20 Pässe,
658 km mit supertollen Trails (im letzten Jahr höchstens 10 %)
21628 Höhenmeter das bedeutet auf den mittleren 6 Etappen einen Schnitt von 3031 Hm
AK Wertung Platz 19!

Nachdem wir (Dieter Marquardt u. Martin Perrot) im letzten Jahr schon dabei waren und das Finisher Trikot total hässlich war wollten wir uns in diesem Jahr auf andere Dinge im Leben konzentrieren ! Als ich mich 3 Wochen vor dem Start der Transalp für das Rennen in Waldkatzenbach und den 2.Aspen-MTB-Marathon anmelden wollte, meinte Dieter nur, ich sollte noch das Wochenende abwarten. Ein Tag später auf dem 68'er Fest bekam ich ein Transalpbild mit dem Schriftzug "Wir sind dabei - 2008 Füssen- Riva !" Dieter hatte einen Startplatz gewonnen bzw. einen Teamplatz (1100 Euro) ! Als Teamleader organisierte er die letztjährige Startnummer 200 ! Wie er das 2 Wochen vorher hinbekommen hat ist mir bis heute ein Rätsel !



Höhenprofile:
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Die erste Etappe am 19 Juli begann in Füssen morgens um 10.00 Uhr bei herrlichem Wetter! Die ersten Fahrräder waren zu diesem Zeitpunkt auch schon geklaut. Top Biker gesellten sich unter uns, so auch Karl Platt und Stefan Sahm, die Top Favoriten bei den Herren! Bei den Damen Alison Sydor und Pia Sundstedt, die Noorgard Schwestern, die in diesem Jahr schon die Trans Germany gewannen, die letztjährigen Sieger bei den Damen, die Klose Zwillinge, Katrin Schwing..... Bei den Masters startete neben den seitherigen Gewinnern Dörschlag/Zörweg auch Udo Bölts mit Werner Wagner! Die erste Etappe nach Imst schien noch recht harmlos mit 1960 Hm auf 80 km. Ein längerer Anstieg an Ehrwald vorbei über das Marienbergjoch! Als Tages 14. in der Masterwertung lagen wir noch gut im Rennen . Über Nacht zog dann Regen auf ,der aber pünktlich zur 2 Etappe wieder aufhörte !

Auf der 2 Etappe von Imst nach Ischgl mussten wir auf 76 km 3170 Höhenmeter überwinden!
Trotz vielen Trails wo wir sicherlich keine Zeit verloren hatten merkten wir schnell wo unser Problem sein würde: Die Höhenmeter (Hm)! Dieter hatte damit sicherlich grössere Schwierigkeiten als ich! Als Tages 30. waren wir in Ischgl nich ganz glücklich, doch als wir Moni, Karl-Heinz und Lisa Bischof sahen, die extra aus Damüls angereist waren, hellte sich die Stimmung wieder auf! Hatten wir sie doch recht lange warten lassen. Der Regen durfte auch an diesem Tage nicht fehlen und ein heftiges Gewitter zog auf.

So regnete es auch zum Start der 3.Etappe am nächsten morgen, als es hieß 75 km und 2540 Hm nach Scuol ins Engadin. Der Wettergott hatte auf dem Weg zum Idjoch auf 2700 m dann doch einsehen mit uns und es hörte auf zu regnen. Auf dem Idjoch lag ein wenig Schnee und es war 2 Grad "warm"! Ab der Alp Trida auf der Schweizer Seite schien dann auch noch die Sonne, die uns dann bis Scuol begleitete. Zur Pasta Party am Abend ging es dann mit der Gondel auf den 2100 m hohen Motta Naluns.

Die 4.Etappe nach Livigno ins Zollfreigebiet ging über 77 km und 2620 Hm. Landschaftliche Highligts und wunderschöne Trails! Ab dem Val Mora Dieters Lieblingstour, mit Speedrausch über Bäche, Brücken und Anlieger: GENIAL!
 
Auf der 5. Etappe, der längsten dieses Jahr, mit 122Km und 2900 Hm, ging es ins Vinschgau. Zum Teil ging es recht Steil mit Schiebepassagen auf den höchsten Punkt dieser Tour auf 2769 m hoch. Die Trails vom Bocchetta di Forcola bis zum Umbrailpass waren wieder super klasse. Nach 6.30 h waren wir fix und alle in Naturns angekommen. Aber die härteste Etappe stand uns erst morgen bevor !

Die 6. Etappe, die Königsetappe mit 3860 Hm und 90 km von Naturns nach Kaltern. Pünktlich 
hierzu waren auch noch über 30 Grad vorausgesagt. Von den Trails die wieder nicht zu überbieten waren, hatten wir wieder jede Menge. Doch zum Schluss hatten 
selbst wir die Nase voll. Dieter wollte noch die 4000Hm voll machen u. wählte mal den falsche
n Abzweig (+15 min.). Mein hinterer Schaltzug machte schon nach 500 Hm schlapp und wir mussten den Zug so festbinden dass ich mit dem 4 Gang noch die restlichen 3300 Hm durchdrücken konnte 
(+10min). Nach 7 Stunden und 2 Minuten hatten wir es dann geschafft. Fast, denn die 
Unterkunft war natürlich irgendwo auf dem Berg! Diese 2 Tage mussten einige aus dem Rennen genommen werden oder gaben auf. Irgendwie nachzuvollziehen, wenn wir als 100. Team in der Gesamtwertung von 600 Teams schon 7 Stunden brauchen!
 
Die 7. Etappe von Kaltern nach Andalo bescherte uns nochmals über 3000 Hm und 74Km. Es ging gleich am Kalterer See vorbei hoch aufs Graunerjoch. Am 2. Anstieg nach der 1. Verpflegung ging es dann an Weinbergen vorbei auf heissem Asphalt leicht Berg hinauf und Dieter dachte an den 2. Tag in 2007, an das Geiseljoch. Gemeinsam schafften wir es dann doch und der Schlussanstieg von über 600m war dann zum Glück im Schatten. Als dann ein 40 kg Madel versuchte an Dieter vorbeizuziehen kam sein alter Kampfgeist zurück und er fuhr wie sonst im Rennen - Vollgas!

Die letzte Etappe! Von den km und Hm eigentlich unsere Distanz ! Auf der Schlussetappe nach Riva waren es 62 Km und 1480 Hm ! Nach herrlichen Panoramablicken
auf 
die Brenta
Dolomiti ging 
es zum Passo San Giovanni und zum Monte Gazzo. Anschließend eine ruppige Trailabfahrt, einen schleichenden Platten, kurz Aufpumpen und die Pietramurata 
Trails runter heizen und Windschattengeblocker bis Riva. Für den Schlusssprint reichte die Luft im Reifen dann aber nicht mehr. Als Tages 14. fuhren wir glücklich und unversehrt, angefeuert von meiner Schwester Jutta und Ihrem Sohn David mit riesen Plakat, durchs Ziel. Und das nur 30 min. nach den Profis Sahm/Platt! Die Schlussfeier am Abend fiel leider ins Wasser.

Martin
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